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Meine Kochlehre!


Liebe Leser und Leserinnen, Es war kein leichtes, aber jetzt ist es geschafft. Im vergangenen Jahr habe ich es mir zur Aufgabe gemacht ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen für die österreichischen Gastronomen. Durch die Produktion der Sendung „Silvia kocht“ bin ich jeden Tag mit den Sorgen und Nöten der österreichischen Gastronomie konfrontiert. Es sind folgende: Personalmangel, wenig Motivation, schwierige Arbeitszeiten und ein genereller Vorbehalt gegenüber der Sparte Gastronomie. Also wollte ich es wissen. Wie fühlt sich das an? Was bedeutet es Lehrling zu sein in der Gastro? Wie schwer ist es, wie hart wird es und kann ich es schaffen? Kurzum: Ich habe mich angemeldet für die Kochlehrabschlussprüfung. Kein leichtes Unterfangen…ich sage es gleich: Auch ich habe mir diesen Weg einfacher vorgestellt als er war.

Ich habe ein abgeschlossenes Jus Studium mit dem ich jederzeit ein Lokal aufmachen könnte, aber dann wäre ich noch immer keine gelernte Köchin.

Also: Back to the start.

Ich gehe den Gewaltmarsch. Das beinhaltet eine schriftliche Prüfung, die den Berufsschulabschluss ersetzt. Eine praktische Prüfung und ein mündliches Fachgespräch.

Meine Lehre habe ich im 3 Hauben Restaurant Göttfried in Linz absolviert. Der Rest war stures Lernen.

Abends, nachts…nach unseren Dreharbeiten und manchmal bis in die frühen Morgenstunden.


Meine Erfahrung war keine leichte, aber eine sensationelle im Abgang. Das Gefühl morgens in einen Betrieb zu gehen und zu wissen, dass das Wohl der Gäste an der eigenen Leistung

hängt…das war erhebend.

Der Stress am Arbeitsplatz, die Verantwortung gegenüber den

Produkten und der Zusammenhalt im Team waren für mich überwältigend. Fast so überwältigend wie das Gefühl der geschafften Lehrabschlussprüfung.

Im September und Oktober diesen Jahres habe ich alle meine Prüfungen für den Beruf Koch/Köchin ablegen dürfen und ich bin stolz es geschafft zu haben.


Mit diesem Abschluss möchte ich DANKE sagen.

Jenen Menschen, die tagtäglich für unser Wohlergehen sorgen.

Die Worte meines Prüfungsvorsitzenden bleiben dabei unvergessen:

„Frau Magister Schneider, jetzt sind Sie endlich eine von uns! Repräsentieren Sie uns weiterhin so gut wie bisher!“

Bei diesen Worten hatte ich Tränen in den Augen, aber

glauben Sie mir… niemals werde ich diese Worte vergessen oder außer Acht lassen.


Darum…jede Sendung, die Sie sehen ist eine Verneigung vor der österreichischen Gastronomie.

Die Menschen in ihr leisten jeden Tag einen Beitrag zu unserem Wohlergehen, zu unserem Glück und zu den großen und kleinen Geheimnissen, die wir manchmal in einem Lokal liegen lassen. So wie ich…mein gesamtes vergangenes Jahr. Danke für die Geheimhaltung bis dato… ich repräsentiere Euch mit meinem ganzen Tun. Ihr seid wundervoll!


Eure,

Silvia


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