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Heinrich, mir KRAUT vor Dir!


Heute geht es ums Weißkraut: Das Anti-Stress Gemüse


Wenn ich an Kraut denke fällt mir sofort meine liebe Oma ein. Niemand konnte Krautfleckerl so gut zubereiten wie sie. Es ist immer noch eines meiner Lieblingsessen. Ein einfaches Gericht, aber gewusst wie!

Weißkraut oder Weißkohl wie es in Deutschland genannt wird, gibt’s bis zum Ende der Winterzeit immer frisch zu kaufen.


Es ist ein wahres Wunderkraut!

Der hohe Anteil an Folsäure im Weißkraut ist der Wirkstoff, der vom Stress im Körper verbraucht wird. Führt man Folsäure wieder auf natürliche Weise zu, wird der Körper durch den Stress nicht so leicht erschöpft.


Weißkraut besitzt viele Qualitäten. Dazu zählt der hohe Anteil an Ballaststoffen, die besonders gut für den Verdauungstrakt sind, damit wir uns länger satt fühlen. Denn je mehr Ballaststoffe wir mit der Nahrung aufnehmen, umso besser wird unser Verdauungstrakt "durchgeputzt".


Möchtest du Gewicht reduzieren, sollte Kraut nicht auf dem Speiseplan fehlen.


Das Gemüse versorgt unseren Körper auch mit allen möglichen Vitaminen und Mineralstoffen, allen voran Vitamin C. Gerade in der nasskalten Zeit deckt ein Erwachsener schon die Hälfte seines Vitamin C-Tagesbedarfs ab und beugt damit auch Erkältungen vor.

Kraut ist ein Wintergemüse und wird in den kalten Monaten frisch geerntet, im Frühjahr ist es als Lagergemüse erhältlich. Ab April kommt dann das beliebte Frühkraut auf den Markt, sein Geschmack wird als viel feiner empfunden.


Einen kleinen Nachteil hat das Kraut leider, es hat eine blähende Wirkung. Manche Leute vertragen das nicht so gut.

Aber: mit Gewürzen wie Ingwer, Anis, Fenchel oder Kümmel im Gericht kann man das leicht vermeiden.


Lange Zeit galten alle Speisen mit Kraut als „arme Leute Essen“, aber durch die Rückbesinnung auf die wertvollen Inhaltsstoffe hat das Gemüse den Weg zurück in die Kochbücher gefunden.


„Silvia kocht“ heute:

Karamellisierte Krautfleckerl, nach einem Rezept von Andreas Döllerer


Zutaten (4 Personen)


Für die Fleckerl:

· 330 g Hartweizengrieß

· 11 Eigelbe

· Salz

Für das Kraut:

· 600 g Spitzkraut

· 1 Zwiebel

· 50 g Kristallzucker

· 80 g Weißweinessig

· 150 g trockener Weißwein

· ½ TL Kümmel (ganz)

· 1 Msp. Kümmel (gemahlen)

· 300 g Rindsuppe

· 80 g Butter

· Salz

Für die Garnitur:

· gehackte Petersilie


Zubereitung

1. Für die Fleckerl zuerst den Hartweizengrieß und die Eigelbe in eine Rührschüssel geben, etwas Salz hinzufügen und in der Küchenmaschine mit einem Knethaken zu einem glatten Nudelteig verarbeiten. Den Nudelteig etwa 2 mm dick ausrollen und mit einem Teigrad in gleichmäßige Rauten (2x2 cm) schneiden.

2. Nun die Zwiebel und das Spitzkraut in feine Streifen schneiden. Den Kristallzucker in einer Pfanne karamellisieren lassen und die Zwiebeln und das Kraut zugeben. Kurz anschwitzen und anschließend mit dem Weißweinessig und dem Weißwein ablöschen.

3. Die Butter und den Kümmel (ganz und gemahlen) zum Kraut geben, dieses mit Rindsuppe auffüllen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Flüssigkeit sollte fast vollständig eingekocht sein, sodass das Kraut eine sämige Konsistenz erhält.

4. Dann die Fleckerl in gut gesalzenem Wasser etwa 2 Minuten bissfest kochen, danach unter das sämige Kraut mischen und nochmals mit Salz abschmecken. Zum Schluss die karamellisierten Krautfleckerl in einem tiefen Teller anrichten und mit gehackter Petersilie garnieren.



Gutes Gelingen und guten Appetit!

Eure,

Silvia






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